[Biblia Sacrosancta ad Hebraicam veritatem, et probatissimor ac manusriptorum exemplarium fidem diligenter recognita et restituta]. - [Basel:], [Nikolaus Brylinger], [1557]. 500 [recte: 503] Bll., (25) Bll., Schweinslederband auf Holzdeckeln, auf vier Bünden, datiert 1560, mit reicher Blindprägung der Deckel, Schließenrelikte, farbiger Blattschnitt, 19 x 11,5 cm. Lateinische Bibel des Basler Druckers und Verlegers Nikolaus Brylinger (1515-1565), der von 1536 an zahlreiche Drucke herstellte. - Ohne die ersten 8 Blätter (Titel, prologi Hieronymi, Inhaltsverzeichnis), jedoch mit dem vollständigen Bibeltext (Liber Genesis, Blatt 1) bis zum letzten Blatt der Johannesapokalypse (numeriert als Blatt 500) und mit dem Register. - VD16 B 2630; Adams 1056; Bibliothecae Biblicae Lorckiana 1426; Bibliotheca Sacra 319. - Einband: datierter Schweinslederband eines unbekannten Meisters. Der Vorderdeckel mit Lilien-Einzelstempel im Mittelfeld in einem Rahmen aus zwei Köpfen und Arabesken (Rolle), im Feld oben die schwarz gehöhten Initialen NM (zwischen den Buchstaben eine Blüte); im Feld darunter die ebenfalls schwarz gehöhte Jahreszahl 1560. Außen eine Rolle Leben Christi (Kreuzigung, Ecce Angnus/Dei Qui Toli; Verkündigung, Ecce Virgo/Concipi Et; Taufe Christi, Hic Est Fil/ius Meus Dilict; Auferstehung Christi, Mors Ero Mo/rs Tua). Die Rolle hat eine Breite von 21mm und eine Länge von ca. 23cm; so nicht bei Haebler und nicht in der Einbanddatenbank der SBB. Die Darstellungen sind von großer Feinheit. Der Hinterdeckel identisch, jedoch mit Blüten und Arabesken als Einzelstempel oberhalb und unterhalb des Mittelfeldes. --- Provenienz 1.: N.M. 1560 (nicht identifiziert). - Provenienz 2.: M. Godefredy Arnoldi Annabergae (Gottfried Arnold, 1666-1714, pietistischer Theologe; seine "Unparteyische Kirchen- und Ketzer-Historie" machte ihn bekannt. Besitzvermerk, mutmaßlich von der Hand Arnolds auf dem vorderen Spiegel). Einige Anstreichungen und Marginalien vielleicht auch aus der Hand Arnolds. Ein weiterer Besitzvermerk auf dem hinteren Spiegel vielleicht ebenfalls aus seiner Hand ("Salvatisint omnes quorum in potestatem [unleserlich] post obitum [Streichung, unleserlich] venerit hic codex saceri"). - Provenienz 3.: Hertzberg anno Domini MDCCCXXIII (handschriftlicher Vermerk auf dem hinteren Spiegel). - Frei von restauratorischen Eingriffen. Berieben und bestoßen; die Deckel etwas sperrend; das Leder des Vorderdeckels randlich etwas eingerissen; die Spiegel fleckig und mit Siegellackspuren; innen teils randfleckig; teils gering angerändert (das letzte Blatt stark angerändert). Sonst und insgesamt ordentliches Exemplar von guter Substanz.
Bestellnummer: 90120HB - Aus Liste: Alte Drucke Anbieter:
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Contagiöse Zeiten! - [Drei Pestverordnungen der Stadt Köln von 1668, 1669 und 1670]. - Köln und Siegberg [d.i. Siegburg], 1668, 1669 und 1670. 3 Bll. (Einblattdrucke): 38,3 x 28,5 cm; 36 x 28,5 cm; 18,1 x 28,3 cm. Drei gedruckte Pest-Verordnungen der Stadt Köln vom 29. Juni 1668, 9. August 1669 und 24. September 1670. - Alle drei Dekrete mit obrigkeitlichen Richtlinien zum Schutz der Kölner Bevölkerung vor der Pest in den umliegenden Gemeinden sowie den Strafmaßnahmen bei Zuwiderhandlung: "Wir Bürgermeistere und Rhatt des Heyl[igen] Reichs freyer Statt Cölln stellen ausser zweiffel allen unseren Mitbürgeren und Eingesessenen Geist- und Weltlichen Standts [...] was bey vorgewesenen contagiösen Zeiten vor und nach zu gemeinem besten verordnet". - Der Erlass vom 24. September 1670 aus "Statt Siegberg/Kirspel Lohmar und Bircken" außerhalb Köln [d.i. die Benediktinerabtei auf dem Siegberg, dem späteren Michaelsberg, in Siegburg], da der Rat der Stadt sich wohl zum Schutz vor der Pest aus Köln zurückgezogen hatte. - Pestverordnungen waren nach 1666 ein wichtiger Bestandteil der öffentlichen Gesundheitspolitik. Sie wurden bei jedem erneuten Ausbruch veröffentlicht, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, u.a. wurden Einreise- sowie Einfuhrverbote aus pestverseuchten Gebieten erlassen und Einreisende mussten nachweisen, dass sie aus seuchenfreien Gebieten kamen. Bürgern, die sich den Maßnahmen widersetzen, drohten Strafen, u.a. der Verlust des Bürgerrechts. - Ein Blatt mit zwei kleinen Löchern am oberen und unteren Rand zwecks vormaliger Befestigung zur Aushängung; stärker nachgedunkelt sowie verso randlich hinterlegt; etwas stockfleckig; zwei Blätter mittig mit je vertikalem und horizontalem Einriss; sonst in guter Erhaltung.
Bestellnummer: 100597CB - Aus Liste: Alte Drucke Anbieter:
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Die grausame Belagerung Der Käyserl. Residentz-Stadt Wien Durch Achmet II. - Hamburg:, Thomas von Wiering, 1684. 32 Seiten, jüngere Marmorpapier-Brosch., 17 x 10 cm. Chronik der Belagerung von Wien 1683. - VD17 3:301828L. - Der ausführliche Titel lautet: "Die grausame Belagerung Der Käyserl. Residentz-Stadt Wien Durch Achmet II. jetzt regierenden Türckischen Käyser. Geschehen im Jahr 1683. Worin eigentlich beschrieben wird, alles was in solcher Belagerung Merckwürdiges, sowol in der Stadt, als auch im feindlichen Lager, sich begeben und zugetragen; Biß selbige durch Göttlichen Beystandt von den König in Pohlen, die Churfürsten von Bäyern und Sachsen, wie auch andern hohen Alliirten und Reichs-Fürsten, am 2/12 September victorieus ist entsetzet worden. Nebenst einem eigentlichen Abriß solcher Belagerung, und hoher Persohnen, welche dem Entsatz persöhnlich mit beygewohnet". - Vorangebunden: "Entsatz der Stadt Wien" (gefalteter Kupferstich). Der anonyme und von uns nicht identifizierte Stich am oberen Rand minimal beschnitten. - Beigebunden die Seiten 57 bis 78 (und zwei gestochene Tafeln) aus Eberhard Werner Happels "Historischer Kern/ oder kurtze Chronica, Der merckwürdigsten Welt- und Wunder-Geschichte" (zweiter Teil). Die beiden Tafeln zeigen einen türkischen Soldaten und eine türkische Flagge. - Das Titelblatt verso und Seite 32 jeweils mit Signaturschildchen unbekannter Provenienz. - Gutes Exemplar.
Bestellnummer: 102149HB - Aus Liste: Alte Drucke Anbieter:
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E. E. Raths [der Stadt Lübeck] gründlicher Unterricht und Erklärung an die Ehrliebende Bürgerschafft. - o.O. (Lübeck) o.V., (1667). [29] Blatt, 140 Seiten, Pappband des 19. Jahrhunderts, Rückenschildchen von alter Hand, farbiger Blattschnitt, 28,5 x 17,5 cm. Über den Bürgerrezeß, Strukturen der lübeckischen Verwaltung, konstituierende Urkunden, etc. - "Zeitlich fällt die Schrift zwischen den Kassarezeß von 1665 und den auf kaiserliche Vermittlung zustande gekommenen Bürgerrezeß von 1669" (Lübeck Lexikon 2006, 69; Becker: Umständliche Geschichte 1805,71ff.). - In den Bibliotheken des KVK in dieser Form nur über die Exemplare der Staatsbibliothek Berlin und der Stadtbibliothek Lübeck nachweisbar (ohne jede Kollation). Das Werk erschien auch in einer Fassung mit Titelblatt und Vorrede (Ratzeburg: Nissen 1668; VD17 1:020520D). Hier vorliegend nur mit einem Kopftitel auf dem ersten Blatt. ? Mit handschriftlichen Inhaltsverzeichnis auf dem vorderen fliegenden Vorsatz. ? Beigebunden: 22 Seiten in meist enger, jedoch sauberer und eleganter Kurrentschrift der Zeit (Abschriften von Urkunden und Dokumenten). - Etwas berieben, das Titelblatt mit verblasstem älteren Stempel, die erste Lage mit sauber hinterlegten Fehlstellen im Bund, innen etwas gebräunt und fleckig, gelegentlich sehr dezent wasserrandig, sonst ordentliches Exemplar.
Bestellnummer: 100750HB - Aus Liste: Alte Drucke Anbieter:
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[Illuminiertes Stundenbuchblatt des 15. oder frühen 16. Jahrhunderts - Pergament]. - (um 1500). 1 Bl. (Pergament), 23 x 14,5 cm. Illuminiertes Einzelblatt eines unbekannten gedruckten französischen Stundenbuchs auf Pergament. Das Stundenbuch (Horae Beatae Mariae Virginis) mit lateinischen Andachten stammt aus dem ausgehenden 15. Jahrhundert oder den ersten Jahren des 16. Jahrhunderts. - Recto, Zeile 4f.: Deus qui beatum sebastianum martyrem tuum in tua fide et dilectone tam ardenter... - Die Rand-, Kopf- und Fußleisten mit figürlichen und ornamentalen Holzschnitt-Illustrationen; die rechte Randleiste mit zwei Glossen in französischer Sprache. Sechs Initiale rubriziert (zwei Buchstaben in Gold auf blauem Grund, vier Buchstaben in Gold auf rotbraunem Grund). - Verso, Zeile 1f: Amicus dei nicolaus po[n]tificati decoratus insula... - Zwei Heiligen-Miniaturen (mehrfarbig, u.a. in Gold) und sechs rubrizierte Initiale. Die Randleisten wiederum in reicher Holzschnitt-Illustration. - Gering angerändert; schönes, dekoratives Blatt.
Bestellnummer: 93739HB - Aus Liste: Alte Drucke Anbieter:
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[Lexicon graeco-latinum cum figuris - üppigst illustriertes Bildwörterbuch der griechischen Sprache - 1690]. - [um 1690?]. 1 Bl. (gestochenes Frontispiz), 195 Bll. Text, 195 gestochene Tafeln, moderner HLdrbd., 19,5 x 22,5 cm (quer). Kurioses Griechisch-Lateinisches Bildwörterbuch des ausgehenden 17. Jahrhunderts. Enthält ein gestochenes allegorisches Frontispiz, in der Platte signiert A. Schoonebeek del. et fec. (Adriaan Schoonebeek, 1661-1705), sowie 195 gestochene Tafeln und 195 Textblätter. Die Tafeln erinnern in ihrem Einzelbildreichtum an Wimmelbilder mit jeweils Dutzenden von Figuren, Tieren und Fabelwesen, Alltagsgegenständen und ikonographisch schwer deutbaren Einzelelementen. Die Darstellungen enthalten unzählige griechische und lateinische Buchstaben, teils als Schmuckbuchstaben und sprechende Initialen ausgeführt, was den Tafeln gleichzeitig den Charakter eines komplexen Bilderrätsels gibt. Zahlreiche Tafeln sind in der Platte durch senkrechte und waagerechte Linien in einzelne Felder unterteilt, die wiederum oft von einzelnen Bildteilen durchbrochen werden; einige Figuren sind auch über die bereits gestochenen Linien hinweg gelegt worden, was den graffitiartigen Gesamteindruck noch verstärkt. --- Das Wörterbuch verwirrt seit mehr als 250 Jahren Antiquare und Bibliothekare: Bibliotheca Ouwensianae 1769, 1399; Henry George Bohn retirement sale, second portion, 1868, 3467 (unvollständiges Exemplar; "curious illustrative hieroglyphical engravings [...] probably unique, no other copy being on record. It was, perhaps, intended as an enlarged Comenii Orbis Pictus"); Bibliothèque Louis Caspar Luzac, 1872, 4401; Bibliothèque J. van Dam van Noordeloos, 1873, 2814 ("Fort rare"); Thomas Thorp, Cat. 453 (1935), 505. - In den Bibliotheken von KVK und WordCat nur über die Exemplare der British Library und der Koninklijke Bibliotheek in Den Haag nachweisbar. Das Exemplar der British Library mit Akzessionsstempel von [18]91 stammt mutmaßlich ursprünglich aus der Bibliothek Luzac und ist unter dem Hilfstitel "A Greek-Latin dictionary composed of one hundred and ninety-five numbered tables" katalogisiert. Das Den Haager Exemplar stammt von Thorp und trägt den Hilfstitel "Lexicon Graeco-Latinum cum figuris". --- Das hier vorliegende Exemplar enthält zahlreiche Textseiten in einer außerordentlich sauberen Handschrift der Zeit, anstelle des gedruckten Textes. Im vergleichsweise herangezogenen Den Haager Exemplar sind die entsprechenden Textseiten durch Negativ-Kopien gedruckten Textes ersetzt. Die ersetzten Den Haager Textseiten sind nicht vom gleichen Satz wie die gedruckten Textseiten des Londoner Exemplars - wo sie spaltenweise auf das Papier montiert sind. Das offensichtlich nie gedruckte Titelblatt und die mysteriösen Textseiten lassen an ein Korrekturexemplar eines nicht abgeschlossenen Buchprojektes denken. - Das vorliegende Exemplar ist im Kern vollständig, es fehlen allerdings die griechischen Initialen auf separaten, nicht numerierten Tafeln, die sowohl im Den Haager, als auch im Londoner Exemplar zwischengeschossen sind. --- Die Datierung folgt mangels besseren Wissens dem Den Haager Katalogisat, ist aber zwangsläufig vage. Folgt man der These eines nicht abgeschlossenen Buchprojektes, wäre 1698 als Druckjahr denkbar (das Jahr, in dem Schoonebeek auf Einladung Peters des Großen nach Moskau zog und seine Amsterdamer Druckerei in die Hände seines Neffen Pieter Pickaert legte). --- Das Frontispiz mit Besitzvermerk (?) von alter Hand auf dem unteren Blattrand (unleserlich); Tafel 18 auf dem Blattrand mit dem Namenszug "Gerhard" von alter Hand"; Tafel 107 mit beschnittener Marginalie von alter Hand (unleserlich). --- Provenienz: Wolfgang Grimpe (Buchhändler, 1932-2012; typographisches Exlibris auf dem vorderen Spiegel). --- Gering berieben und bestoßen; einige Blätter vorne unschön geknickt und teils etwas krude doubliert. Durchgehend mit der zarten Andeutung von Flecken. Sonst und insgesamt gutes Exemplar.
Bestellnummer: 92464HB - Aus Liste: Alte Drucke Anbieter:
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Neugestirnter Welt-fligender Mercurius. Oder: Post-Reuter. - [Prophezeiungen für 1673]. - o.O., o.V., Gedruckt in diesem Jahr (1672). (14) Seiten, Fadenheftung, 19,5 x 15,5 cm. Mit gereimten Prophezeiungen für jeden Monat des Jahres 1673. - In den Bibliotheken des KVK nur über das Exemplar der Universitäts- und Landesbibliothek in Halle nachweisbar. VD17 3:651586R (das Katalogisat mit dem wohl irrigen angenommenen Erscheinungsjahr 1673). - Der vollständige Titel lautet: "Neugestirnter Welt-fligender Mercurius. Oder: Post-Reuter, Mitbringend Als ein Constellationen und Planeten Erfahrner Practicus Unterschiedliche Propheceyungen, Conjecturen und Muhtmassungen auff das instehende MDCLXXIII. Wunder-Jahr. So wol was den eine Zeithero im Schwange gehenden Französisch-holländischen Krieg als Andere seltzahme Welt-Händel betrifft. In Verblümten Redens-Arten, von Monat zu Monat mitgetheilet". - Etwas fleckig; gering angerändert; der Umschlag vorn mit kleiner randlicher Zahlensignatur von alter Hand. Sonst und insgesamt gutes Exemplar.
Bestellnummer: 102284HB - Aus Liste: Alte Drucke Anbieter:
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Aesop et al:
Aesopi phrygis, et aliorum fabulae. Quorum nomina sequens pagella indicabit. Elegantissimis Iconibus in gratiam studiosae iuventutis illustratae. Pluribusq[ue] auctae, [et] dilligentius quam ante hac emendatae. - Venetiis [d.i.: Venedig]:, Zachariae Conzatti, 1674. 179 (recte: 279) Seiten, (9) Seiten (Inhaltsverzeichnis), Pergamentband der Zeit mit zwei auf den Falz gezogenen Pergamentriemchen, handschriftlicher Rückentitel, 14 x 7,5 cm. Neuausgabe der Fabelanthologie "Aesopus Dorpii" (fußend wohl auf dem ersten italienischen "Aesopus Dorpii": Venedig, Remondini, um 1550). Unser Exemplar textidentisch mit Bodemann 64.1. - Mit Holzschnitt-Druckermarke auf dem Titelblatt (wolkenumwobenes Hand-Zirkel-Motiv in einem Oval; darüber ein Totenkopf, auf dem flankierenden Spruchband "Labore et Constantia"). - Inhalt: "Aesopi fabulatoris vita" (Planudes); Vorspann (Auszüge aus Aphthonius mit "Fabula qua formicarum, [et] cicadarum exemplo, hortantur iuvenes ad laborem", Philostratos und Hermogenes); 33 Fabeln des Lorenzo Valla mit Widmungsvorrede an Arnoldus Favolleda von 1438; "Aliae item aliquot Aesopi fabulae" (ungeklärte Autorenschaft ["incerto interpretes"]; 78 Fabeln), 45 Fabeln in der Bearbeitung des Goudanus mit Widmungsbrief "Diui Aurelii Augustini, Florentino suo, illustri Baroni Iselsteino. S.D."; "Aesopi fabulae trigintasex" (Barlandus; 36 Fabeln); "Aniani fabulae quatuor" (Barlandus; 4 Fabeln); "Aniani fabulae trigintaocto" (Hermannus; 38 Fabeln); "Aesopi fabulatoris clarissimi apologi" (Rinuccio d'Arezzo; 100 Fabeln) mit "Argumentum"; "Apologi ex chiliadibus adagiorum desumpti, ad communem puerorum fructum (Erasmus von Rotterdam; 9 Fabeln); weitere Fabeln von Politianus (1), Petrus Crinitus (1), Johannes Antonius Campanus (2), Plinius (1) und Gellius (2); am Schluß das Register ("Index fabularum"). - Alle Fabeln mit Adfabulatio. - Mit 66 einfach gerahmten Textholzschnitten (mit einigen Wiederholungen); meist zwischen Überschrift und Fabeltext eingesetzt. Die Übernahme der Bildmotive aus den Holzschnittserien (Nachschnitte) von Bernard Salomon (vgl. Bodemann 40.1 und 27.1). Auch in unserem Exemplar wurde "das ideale und antikisierende Ambiente durch typisch italienische Landschaften und einfache, bäuerliche Umgebung abgelöst" (Bodemann 40.1). - Bernard Salomon (auch: Bernardus Gallus), 1506/1510 bis 1561, französischer Maler, Zeichner und (mutmaßlich) Holzschneider. Thieme-Becker XXIX 354. - Antoine du Verdier, La Bibliothèque, Lyon, Honorat, 1585, 119 ("tres-excellent tailleuer d'histoires"). - Mit einigen Paginierungsfehlern (Zahlensprünge von den Seite 60 auf 91, 88 auf 68, 95 auf 69, 277 auf 178/179 usw.). Nach Kustoden und Inhalt vollständig. - Provenienz 1.: Ad (usum?) Georgij Brentani, Roma (Namenszug von alter Hand auf dem vorderen fliegenden Vorsatzblatt); mutmaßlich Georg Brentano (1775-1851; deutscher Großkaufmann, Bankier, Gutsherr und Kunstsammler aus Frankfurt a.M.). Von selber Hand der Rückentitel und weitere Marginalien (Kollation?) auf dem hinteren fliegenden Vorsatzblatt recto und verso. - Provenienz 2.: E[?] Stückelberg, Roma (Namenszug von jüngerer Hand auf dem vorderen Spiegel); mutmaßlich Ernst Stückelberg (1831-1903; eidgenössischer Maler aus Basel). - Handschriftliche Phantasien von einer weiteren jüngeren Hand auf dem hinteren Vorsatzblatt und dem hinteren Spiegel (die Handschrift in zartem Bleistift und in einer Melange aus Kurrent und Antiqua sowie in teils radebrechendem Deutsch); Themen der Phantasie sind der "Prinz von Baroda", "Arbaces aus Hinterindien", "Grüsse von Celebes", Alpenüberquerungen und die Basler Kunsthalle. - Der Einband minimal berieben (Rückdeckel) und mit pergamenttypischer Patina; etwas sperrend; einige wenige Seiten mit der zarten Andeutung von Flecken; das untere Drittel des hinteren fliegenden Vorsatzblatts fehlend; sonst und insgesamt gutes, wohlerhaltenes Exemplar.
Bestellnummer: 99194FB - Aus Liste: Alte Drucke Anbieter:
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Althamer, Andreas:
Conciliationes Locorum scripturae, qui specie tenus inter se pugnare uidentur, Centuriae duae. - [Datierter Einband von 1549]. - Nürnberg:, Johannes Petrejus, 1548. (8), 236 Bll., (87) Seiten, farbiger Blattschnitt, blindgeprägter Schweinslederband der Zeit auf Holzdeckeln, drei Doppelbünde, Schließenfragmente, 16 x 10 cm. Gegenüberstellung und Erklärung von 200 sich scheinbar widersprechenden Bibelstellen. - In lateinischer Sprache. - Althamer wurde zum Ausgang des 15. Jahrhunderts in Bren bei Gundelfingen/Donau geboren und wurde 1528 zum Hofdiakon in Ansbach, wo er sich um die Einführung der Reformation verdient machte. Über sein Lebensende scheint keine Einigkeit zu bestehen; er starb um 1544. ADB 1 365f. - Eingehend kollationiert anhand des digitalisierten Exemplars der Universitäts- und Landesbibliothek Sachsen-Anhalt in Halle und vollständig (Sign. Ung I A 203). VD16 A 2017 (nicht identisch mit VD16 A 2016). - Der Vollständige Titel lautet: "Conciliationes Locorum scripturae, qui specie tenus inter se pugnare uidentur, Centuriae duae. Andrea Althamero authore. Praeter inspersas hincinde additiones, accesserunt huic aeditioni triginta locorum bini seu paria: et negotium Sacramentorum sub finem pie ac diligenter tractarum. Additus est insuper Index sane quam copiosus, eorum quae hic tractantur". --- Einband: Schweinsleder-Einband auf drei Bünden, die Deckel auf Holz. Die Deckel mit Schließenscharnieren (ohne die Schließenbänder). Der vordere Deckel: im Mittelfeld drei Lilien-Einzelstempel, darum mehrfach gestaffelte Rahmen aus Streicheisenlinien, florale Einzelstempel und eine nicht identifizierte Rolle aus vier Köpfen. Im Abschnitt oben blindgprägt die Eignerinitialen TWW, in einem Abschnitt unten die blindgeprägte Jahreszahl 1549. - Der hintere Deckel mit identischem Aufbau (jedoch mit floralen Einzelstempeln in den Abschnitten). Trotz schöner Erhaltung der Stempel und der Rolle konnte (bislang) kein konkreter Buchbinder identifiziert werden. --- Provenienz 1.: TWW (nicht identifzierter Vorbesitzer des 16. Jahrhunderts. Von seiner Hand mutmaßlich zwei Notizen auf dem Titelblatt ("est haereticus" neben dem Namen des Autors; "vivebunt in armis N. [unleserlich] tibi" im Steg). Einige wenige Marginalien und Anstreichungen im Text mutmaßlich von der selben Hand. - Provenienz 2.: Bernd Oetter (Diplomat, 1937-2022; Exlibris auf dem vorderen Spiegel). --- Gering berieben und bestoßen; der Einband mit sehr dezenten Minierspuren; die Bindung vor der ersten Lage mit etwas zuviel Spiel; einige wenige Seiten vorne und hinten minimal fleckig; einige Lagen hinten am oben Blattrand leicht wasserrandig. Sonst und insgesamt gutes, wohlerhaltenes Exemplar.
Bestellnummer: 93477HB - Aus Liste: Alte Drucke Anbieter:
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Angelus, Andreas [Andreas Engel]:
Holsteinische Chronica. - [1597 - 2 Teile in 1 Band]. - Leipzig:, Henning Grosse, 1597. 2 Teile in 1 Band: 10 Bl., 1 Bl. vakat, 1 Bl., 240 (recte: 239) Seiten, 40 (recte: 44) Seiten, 4 Bll.; 11 Bll., 2 gestochene Doppelblätter, 2 Bll., 95 Seiten, farbiger Blattschnitt, Pergamentband der Zeit mit auf den Falz gezogenen Pergamentriemchen, 30,5 x 19 cm. 2 Bände in 1 (Erster Theil und Ander Theil. - Vollständig). Mit 121 teils ganzseitigen Textkupfern (Wappen, Porträts); 2 gestochenen Verlegermarken, 1 gestochenen Druckermarke, 2 gestochenen doppelblattgroßen Karten (Cymbrische Halbinsel; Angeln) und zahlreichen Holzschnittvignetten. Enthält außerdem mehrere Stammtafeln (innerhalb der Paginierung). - Der Verfasser, Andreas Angelus (Andreas Engel) ist durch seine beiden bedeutenden Geschichtswerke bekannt, den Annales Marchiae Brandenburgicae und der hier vorliegenden Holsteinischen Chronik. Seine Lebensdaten liegen im Dunkel der Geschichte. - Verlegt von Heinrich Grosse in Leipzig (mit dessen Druckermarke auf den Titelblättern und der Jahreszahl 1597), gedruckt bei Wolff Meisner in Wittenberg (mit dessen Druckermarke auf dem letzten Blatt des ersten Teils, datiert 1596). Henning Grosse (1553-1621) kam 1566 nach Leipzig und war dort u.a. der Verleger des ersten Leipziger Meßkatalogs. Er war einer der ersten Leipziger Verleger, die nicht Drucker waren - weshalb auch das vorliegende Werk noch bei Meisner gedruckt ist (eine eigene Offizin legte er sich erst 1604 zu). Reske 2007, 529. - Mit einer doppelblattgroßen Karte der cimbrischen Halbinsel (nach Marcus Jordanus; Westen oben) und einer doppelblattgroßen Karte von Angeln (mit den Dörfern und Städten zwischen Schleswig und Gottorf und Flensburg). Die Karte von Angeln gilt als die älteste kartographische Darstellung der Landschaft Angeln. - VD16 E1186; Adams A1115. - Der ausführliche Titel lautet: "Holsteinische Chronica. Darinnen ordentliche Warhaftige Beschreibung, der Adelichen Geschlechter beneben derselben Wapen, Stamm-Register unnd Bildnissen: So wol auch, wie in einem Register angezeigt, Woher die Staedte den Namen haben, Wo, oder an welchem Ort sie gelegen, Wenn, und von wem sie erbawet, und mit Stadt Recht bewidmet worden. Sampt einem nützlichen Bericht, wie Mannlich und tapffer sich der Adel und Stedte in Krieges und andern leufften erwiesen, und was sie für Fewers Noth ausgestanden. Aus glaubwirdigen Scribenten mit fleiss zusammen getragen, und in Druck verfertiget, Durch M. Andream Angelum Struthiomont". - Provenienz 1.: getilgte Besitzvermerke auf dem Rücken (Schatten eines entfernten Bibliotheksschildchens unten), dem vorderen fliegenden Vorsatzblatt und dem Titelblatt (vollständig unlesbar; nicht identifiziert). - Provenienz 2.: W[...] P[...] (modernes kleines Adress-Schildchen auf dem vorderen Spiegel). Blasse Spuren eines Preisvermerks in zartem Bleistift auf dem hinteren Spiegel vielleicht zugehörig. - Der Einband mit pergamenttypischer dezenter Patinierung; das Titelblatt des ersten Teils gebräunt; einige wenige Blätter randlich minimal eingerissen oder angerändert. Ausgesprochen wohlerhaltenes Exemplar auf gutem Papier und in gutem Einband.
Bestellnummer: 102690HB - Aus Liste: Alte Drucke Anbieter:
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Aristoteles et al:
Aristotelis aliorumque Problemata: Cui De novo accessere Iul. Caesaris. Scaligeri. Problemata Gelliana. - Amstelodami [Amsterdam]:, Apud Iodocum Janßonium [Janssonius], 1650. 1 Bl. (gestochener Titel), 350 Seiten, 1 Bl., Pergamentband der Zeit mit auf den Falz gezogenen Pergamentriemchen, Rückentitel von alter Hand, 13 x 7 cm. Scholastisches Werk über Fragen der Philosophie und Medizin. Mit Texten von Aristoteles, Marcus Antonius Zimara, Alexander Aphrodiscus, Plutarch, Gellius und Julius Cäsar Scaliger. - Identisch mit dem digitalisierten Exemplar der Universiteitsbibliotheek Gent; nicht identisch mit einer 330seitigen Ausgabe Janssonius' im selben Jahr (u.a. ÖNB) . - Provenienz: Bernd Oetter (Diplomat, 1937-2022; Exlibris auf dem vorderen Spiegel). - Der Einband minimal fleckig; die Deckel minimal sperred; gutes Exemplar.
Bestellnummer: 93219HB - Aus Liste: Alte Drucke Anbieter:
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Avemann, Daniel:
Hodegeta Horatianus sive Index omnium verborum in Horatii Poematibus contentorum absolutissimus. - [Einband von Antoine Ruette für den Duc de Montausier]. - Braunschweig:, ex officina Zilligeriana [= Christoph Friedrich Zilliger], 1667. (2) Bll (vakat), (1) Bl. (gestochener Kupfertitel), (2) Bll. (Vorrede), 690 Seiten, (2) Bll. (vakat), marmorierte Vorsätze (vielfarbiges, gerade gekämmmtes Kamm-Marmorpapier), marmorieter Kalblederband der Zeit auf 5 erhabenen Bünden, fünf Felder mit goldgeprägten gekrönten Monogrammen in je einem Rahmen aus Doppelfileten in Goldprägung, zweites Feld mit goldgeprägtem Titel, die Deckel mit vergoldetem Allianz-Wappensupralibros, Stehkantenvergoldung, dreiseitiger Rotschnitt, 16,5 x 7 cm. Mit dem gestochenen Titel von P[?] Mertens (Monogrammsignatur in der Platte); dargestellt im Strahlenkranz ist Sonnengott Apollo mit Leier und Lorbeerkranz (Daphne!) sowie steigendes Dichterroß Pegasus; zwei Hirtengötter halten die Titelkartusche. - Kollationiert anhand des digitalisierten Exemplars der ÖNB Wien und vollständig (VD 17 23:295628U zusätzlich mit zwei gedruckten Widmungsblättern für Herzog Rudolf August nach dem Titelblatt und sechs Blättern mit einem Nachwort Avemanns hinter Seite 690). - Der vollständige Titel lautet: "Hodegeta Horatianus sive Index omnium verborum in Horatii Poematibus contentorum absolutissimus, ita adornatus, ut quibuslibet Editionibus facili negotio accommodari possit opera et studio Danielis Aveman Brunopolitani, Vicarii ad D. Blasii". - Provenienz 1.: Der Band stammt aus der Bibliothek von Charles de Sainte-Maure, Herzog von Montausier (1610-1690), und seiner Frau Julie-Lucine d'Angennes de Rambouillet (1606-1671) und trägt das Wappen- und Monogramm-Supralibros des Ehepaars auf beiden Deckeln. Charles de Sainte-Maure, hochrangiger Militär und Beamter unter Ludwig XIV., hatte sich zum Katholizismus bekehren lassen, um Julie-Lucine heiraten zu können. Sein Liebeswerben manifestierte sich mit der 1641 erschienenen Madrigalien-Sammlung "Guirlande de Julie". - Der vorliegende Einband stammt von dem Pariser Buchbinder Antoine Ruette (1609-1669), in dessen Werkstatt fast alle Einbände in Montausiers Bibliothek entstanden. Die Deckel mit einem Dreifach-Rahmen (Streicheisenlinien) und gekrönten Eckmonogrammen "CL" (Charles; Lucine) in Goldprägung; im Mittelfeld der beiden Deckel in einem goldenen Kranz (Pelzwerk) unter einer Herzogenkrone (Laubkrone mit fünf Blattzinken) und dem gekreuzten Ritterorden zum Heiligen Geist (Ordre du Saint-Esprit) die viergeteilten Wappen der Herzogin und des Herzogs. Ein gleicher Einband ist bei Beauchamps/Rouveyre 1 (1884), 174 detailliert beschrieben und auf Tafel 29 abgebildet. - Provenienz 2.: Ex libris Jacobi Francisei Chéreau Sculptoris Parisii 1772 (Besitzvermerk von alter Hand auf dem vakaten ersten Blatt verso). Jacques Francois Chéreau, 1742-1794, Pariser Buchhändler, Verleger, Kunsthändler und Kupferstecher; wohl von Revolutionären ermordet. AKL 18, 438, 6. - Der Einband etwas berieben und bestoßen; der Rücken an Kopf und Fuß mit kleinen Ausbrüchen; die Stehkantenvergoldung nur noch reliktisch; innen dezent fleckig. Gutes Exemplar in einem dekorativen Prunkeinband der Zeit.
Bestellnummer: 102784FB - Aus Liste: Alte Drucke Anbieter:
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Canisius, Petrus:
Summa Doctrinae Christianae, per questiones luculenter conscripta, nunc demum recognita et locupletata. - Köln:, Cholinus, Matenus, 1566. 208 (von 209), [11] Blatt; Ganzlederband der Zeit auf vier Bünden mit Schließenrelikten; klein-8vo (15,7 x 9,5 cm). Sammelband mit zwei Drucken aus der Mitte des 16. Jahrhunderts. - VD16 C 728. - Vielfach aufgelegtes theologisches Werk des niederländischen Jesuiten Petrus Canisius (1521-1597), hier als Kölner Druck mit der Druckwidmung an den Senat und die Bevölkerung Kölns. Ohne das Titelblatt (liegt als verkleinerte Kopie bei). - Beigebunden: Hieronymus a Sancta Fide: Contra Iudaeos Hieronymi de Sancta Fide, Iudaei, ad Christianismum conversi. Libri duo: Quorum prior fidem et religione eorum impugnat. Alter vero Talmuth. Tiguri [= Zürich]: Geßner und Wyssenbach, 1552, [8] Blatt, 197 Seiten; VD16 H 3481 (4 Exemplare), - Etwas berieben und bestoßen (Ecken stärker), Signatur auf Hinterdeckel, Klebespuren auf Rücken unten, erstes Titelblatt fehlt, erster Titel am unteren Eck braunfleckig, im Schnitt stärker fleckig, am Ende zahlreiche weiße Blatt eingebunden, sonst und insgesamt noch gutes Exemplar.
Bestellnummer: 95765HB - Aus Liste: Alte Drucke Anbieter:
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Celius, Georg Heinrich:
Cataclysmus Thuringiacus, vulgo: die Thüringische Sündfluth. - Jena:, Gollner, 1677. 38 [recte: 40] Seiten, schlichte Rückenstreifenbroschur, 19 x 15,5 cm. Dissertation von Georg Heinrich Celius (1643-1712). Präses war Georg Goetze (1633-1699). - EA (VD17 3:002986N; eine zweite Auflage erschien 1690). - Thema der Arbeit ist die Thüringer Sintflut vom 29. Mai 1613. Bei der Flutkatastrophe starben in Thüringen mehr als 2.000 Menschen. Besonders stark betroffen waren Mühlhausen, Langensalza, Artern, Stadtilm, Ichtershausen, Erfurt, Gotha, Naumburg, Kahla, Zottelstedt, Apolda, Weimar, Bad Berka, Mattstedt, Bad Sulza... - Gering eselsohrig; durchgehend mit handschriftlichen Seitenzahlen; das Titelblatt gebräunt und mit kleinem Signaturvermerk von alter Hand. Sonst und insgesamt gutes Exemplar.
Bestellnummer: 100616HB - Aus Liste: Alte Drucke Anbieter:
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Cicero:
M. T. Ciceronis Epistolae ad Complures Scriptae, quas vulgo Familiares appellarunt, editae de Sententia Ioachimi Camerarii Pabepergensis. - Leipzig:, Steinmann, 1582. (538), 99 Seiten, 3 Bll., farbiger Blattschnitt, HLdrbd. der Zeit auf drei Bünden (weißes Schweinsleder; die Deckel unter Verwendung eines Pergamentmanuskripts), 2 Buchschließen, 15 x 9,5 cm. Hg. von Joachim Camerarius. - In dieser Form nicht in den Bibliotheken des KVK (einschließlich VD16) nachweisbar. Das Titelblatt mit der etwas krude kolorierten Holzschnitt-Verlegermarke von Steinmann und der Jahreszahl 1582 links und rechts der Verlegermarke. Das letzte Blatt mit dem Kolophon (abweichende Holzschnitt-Verlegermarke, darunter: "Lipsiae, Imprimebat Ioannes Steinman. Anno MDLXXXII"). - Der Einband mit Rollen- und Liniendekor auf dem Schweinsleder; die Deckel mit einer stark beriebenen unleserlichen Notenhandschrift auf Pergament bezogen. - Provenienz 1.: M[agister] Ludolphi Hoifinghii et amicorum [...] Lipsiae (teils unleserlicher Besitzvermerk von alter Hand auf dem Titelblatt; nicht identifiziert). Einige wenige Unterstreichungen und Marginalien mutmaßlich von der selben Hand. - Provenienz 2.: Antiquariat Röhrscheid, Bonn (beiliegender Ausschnitt aus einem nicht identifizierten Katalog; handschriftlich datiert 1987). - Provenienz 3.: Bernd Oetter (Diplomat, 1937-2022; Exlibris auf dem vorderen Spiegel). - Etwas berieben und bestoßen; etwas fleckig; gutes Exemplar.
Bestellnummer: 93196HB - Aus Liste: Alte Drucke Anbieter:
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